Leitfaden Kalkulation & Angebote

Laserschneiden kalkulieren: Material, Maschinenzeit und Marge

Berechne Material, Ausschuss, Maschinenzeit, Einrichtung, Nachbearbeitung und Zielmarge für ein belastbares Laserschneidangebot.

Aktualisiert 2026-07-13 9 Min. LesezeitVon zaps.work

Ein belastbarer Preis entsteht nicht nur aus Schnittminuten. Blechbelegung, Ausschuss, Einrichtung, Maschinenzeit, Handhabung und Nachbearbeitung bestimmen die echten Auftragskosten.

KernformelAngebot = (Material + Maschine + Einrichtung + Handhabung + Nachbearbeitung + sonstige Kosten) ÷ (1 − Zielmarge)

Rabatte dürfen den Preis nicht unter die direkten Kosten drücken; Steuern kommen danach hinzu.

1. Verlässliche CAD/CAM-Auftragsdaten sammeln

Erfasse Material, Dicke, Menge, belegte Fläche, Schnittzeit, Schnittlänge, Piercings und Dateiversion. Für die manuelle Version reichen Statistiken aus CAM oder Verschachtelung.

Länge und Piercings müssen keinen universellen Preis erhalten, helfen aber, komplexe Wege und viele kleine Konturen zu erkennen.

2. Material und Ausschuss berechnen

Nutze die tatsächlich belegte Fläche statt nur der Fertigteilkontur. Berücksichtige Rand, Tests, Fehler und nicht wiederverwendbare Reste.

Materialkosten = Fläche × Basis-Flächensatz × Materialfaktor × Dickenfaktor (Dicke ÷ 3 mm) × (1 + Ausschuss) × Menge

3. Maschine, Einrichtung und Arbeit trennen

Der Maschinensatz kann Abschreibung, Laserquelle, Gas, Strom, Optik, Düsen, Wartung und Kapazität enthalten. Einrichtung fällt je Los an; Handhabung und Entgraten wachsen häufig mit der Menge.

4. Zielmarge korrekt anwenden

Bei Kosten von 100 und 30% Zielmarge beträgt der Preis 142,86. Ein Aufschlag von 30% ergibt nur rund 23,1% Marge.

Zielpreis = Direktkosten ÷ (1 − Zielmarge)

5. Kalkulationsbeispiel

Material und Ausschuss 48, Maschine 32, Einrichtung 18, Handhabung 22 und sonstige Kosten 5 ergeben 125 Direktkosten. Bei 35% Marge beträgt das Nettoangebot 192,31.

6. Ein klares Kundenangebot schreiben

Nenne Material, Dicke, Menge, Stückpreis, Gesamtpreis, Lieferzeit, Dateiversion und Nachbearbeitung. Dokumentiere Toleranzen, Änderungen, Ausschlüsse und Gültigkeit.

Checkliste für Laserschneidangebote

  • Material, Dicke, Menge und Dateiversion prüfen.
  • Belegte Fläche und Ausschuss erfassen.
  • CAM-Zeit, Länge und Piercings übernehmen.
  • Maschine, Einrichtung und Nachbearbeitung trennen.
  • Zielmarge korrekt anwenden.
  • Rabatt gegen Kosten prüfen.
  • Umfang und Gültigkeit dokumentieren.

Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen

Nach Minuten oder Schnittlänge abrechnen?

Nutze intern die Größe, die deine Kosten am besten erklärt. Maschinenzeit bildet die Belegung direkt ab; Schnittlänge und Piercings helfen bei der Prüfung von CAM-Daten und Schwierigkeit.

Wie wird Ausschuss kalkuliert?

Multipliziere die tatsächlich belegte Blechfläche mit dem Materialsatz und ergänze einen begründeten Anteil für Ränder, Tests und nicht nutzbare Reste.

Wird die Einrichtung je Teil berechnet?

Einrichtung fällt meist einmal je Los an. Addiere sie zum Auftrag und prüfe anschließend den Stückpreis; Material, Schnitt und Handhabung wachsen mit der Menge.

Was gehört ins Kundenangebot?

Material, Dicke, Menge, Dateiversion, Nachbearbeitung, Annahmen, Lieferzeit, Versand, Steuer, Gültigkeit und ausgeschlossene Leistungen.

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